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Pastor und Holderle

Ein Pastor aus Kiel und ein Getränkehändler aus dem Schwabenland treffen sich zufällig in einem Hamburger Hotel, da sie beide eine Stadtrundfahrt mit anschließendem Musicalbesuch gewonnen haben. Da Herr Holderle (der Schwabe), den Bus für die Stadtrundfahrt verpasst hat, bietet sich der Pastor als Stadtführer an, und so ziehen die beiden los um Hamburg auf eigen Faust zu entdecken. Herr Holderle glaubt, in dem Pastor einen idealen Fremdenführer gefunden zu haben, da der Pastor Herrn Holderle im Glauben lässt, dass er aus Hamburg sei. Da sich der Pastor aber überhaupt nicht in Hamburg auskennt, verlaufen, beziehungsweiße verfahren sie sich dauernd mit der U-Bahn. Irgendwann landen die beiden im Zoo. Der Pastor ist begeistert und wundert sich, dass Herr Holderle sich offensichtlich nicht freut und spricht ihn darauf an. Der entgegnet aber, dass er sich mehr so nach innen freut, seine Devise laute: "ned gmauld isch begeischerd gnuag". Kurz bevor der eigentliche Musicalbesuch stattfinden sollte, landen sie im Containerhafen, von hier ist es nur noch ein kurzes Stück zu Fuß, versichert der Pastor. Der Pastor erzählt stolz, welch riesige Mengen hier umgesetzt werden, das hat er ja erst heute Mittag im Hotel in seinem Reiseführer gelesen. Jetzt geht Holderle ein Licht auf, der Pastor ist gar nicht aus Hamburg, sondern wie er dann kleinlaut zugibt, stammt er aus Kiel. Jetzt hilft nur noch ein Gebet, denkt Holderle und verspricht im Gebet, dass er dem evangelischen Kindergarten 30 Kisten Apfelsaft zu einem ganz günstigen Preis spendet. Kaum ausgebetet, entdeckt der Pastor ein Taxi. Die Freude ist groß, aber leider kennt der Taxifahrer das Hotel nicht, in dem die beiden Abgestiegen sind. Also müssen sie los, und sich auf der Reeperbahn umschauen um ihre Reisegruppe wieder zu finden. Wie durch ein Wunder überleben sie also auch diesen außergewöhnlichen Tag, finden ihre Reisegruppe wieder und kommen unbeschadet zum Hotel. Dort hat Herr Holderle aber noch eine große Überraschung für den Pastor. Er hat bereits mit seiner Haushälterin gesprochen, und der Pastor soll noch ein paar Tage mit zu ihm, nach allem was sie zusammen durchgemacht haben.
Dieses lustige Zwei-Mann Theaterstück wurde vom SWR aufgezeichnet und kann dort kostenlos angefordert werden.

Abgeschminkt

Maischa ist Krankenschwester und ihre beste Freundin Frenzy zeichnet Cartoons. Als Maischa auf einer Party ihren Traumprinzen sieht, macht sie ein Doppeldate aus. Ihre Freundin Frenzy soll sich um Mark, den Freund von Rene kümmern, solange sie mit Rene verabredet ist. Zwar ist Frenzy alles andere als begeistert, stimmt aber ihrer Freundin zuliebe zu. Mark und Frenzy verstehen sich am Anfang nicht so gut, aber dann haben sie richtig viel Spaß und lachen sehr viel. In der Zwischenzeit gehen Maischa und Rene essen. Bereits während des Essens merkt Maischa, dass Rene eigentlich ein Langweiler ist, der nur von sich redet und nur an sich denkt. Genauso langweilig wie das Essen, verläuft auch der restliche Abend für Maischa. Die nächsten Tage wartet Frenzy sehnsüchtig auf einen Anruf von Mark. Aber als dieser sich nicht meldet, ist sie total frustriert. Doch dann steht Mark plötzlich vor ihrer Tür und Frenzy vergisst augenblicklich alle ihre Mordgedanken. Zwar eröffnet Mark ihr, dass er immer nur für ein paar Tage da ist, und dann wieder ein paar Wochen fort, aber die Zeit in der er hier ist, genießen beide sehr. Maischa meint zudem, dass es Frenzy doch sehr gut hat, sie hat wenigsten, im Gegensatz zu ihr, alle paar Wochen ein paar schöne und glückliche Tage. Außerdem wirkt sich Frenzys Glück auch auf ihre Arbeit aus, ihr Auftraggeber ist nun ganz begeistert von ihren Cartoons.

Barfuss

Nick ist gerade mal wieder arbeitslos. Außer seiner Mutter hält der Rest der Familie nicht viel von ihm. Nachdem er seinen Arbeitsvermittler bekniet, dass er ihm einen neuen Job gibt, fängt er als Putzhilfe in einer Psychiatrischen Klinik an. Dort verhindert er gerade noch den Selbstmord von Leila, einer jungen Frau, die bei ihrer Mutter völlig isoliert aufgewachsen ist. Natürlich verliert Nick auch diesen Job, sogar gleich am ersten Tag. Zuhause steht dann plötzlich Leila vor seiner Tür, die ihm heimlich gefolgt ist. Unter gar keinen Umständen geht Leila wieder zurück in die Klinik. Nick bleibt jetzt nichts anderes übrig, als sich um die Hilflose Leila zu kümmern, keine leichte Aufgabe, zumal er noch nie Verantwortung für jemanden übernommen hat. Da Nick bei der Hochzeit seines Bruders eingeladen ist, geht Leila natürlich mit. Bereits auf dem Weg, bringt Nick ihr viele Dinge spielerrisch bei, zum Beispiel was ein Fahrschein für den Omnibus ist und wie man Geld am Automaten bekommt. Da Nick pleite ist, werden sie aus dem Nachtzug geworfen. Sie übernachten in einem Gasthof. Neben dem Gasthof ist ein Rummelplatz aufgebaut, auf dem sie viel Spaß zusammen haben. Um seinem Bruder ein großes Hochzeitsgeschenk machen zu können, stiehlt Nick ein Auto, um dieses zu verkaufen. Leider gestaltet sich das verkaufen nicht so einfach, wie Nick sich das vorgestellt hat und so bekommen sie sehr viel weniger als sie erhofft hatten. Statt eines großen Geschenkes, muss also jetzt eine Heckenschere reichen. Nick hat für sich und Leila eine Geschichte ausgedacht, damit sie beide nicht wie die völligen Verlierer dastehen. Er behauptet, dass er der Chef einer Computerfirma ist, und Leila ist eine erfolgreiche Ärztin. Natürlich fliegt auch dieser Schwindel irgendwann auf. Am Ende kommt Leila doch wieder in die Psychiatrie zurück und Nick setzt alles daran, um auch in der Psychiatrie aufgenommen zu werden, um bei seiner Leila zu sein. Ein Experiment, das glückt. Einige Zeit später, sieht man die beiden, wie Nick Leila zeigt, wie ein normales Leben funktioniert, sie kaufen gemeinsam ein. In dieser lustigen Komödie spielen Til Schweiger und Johanna Wokalek die Hauptrollen.

Emil

Emil Steinberger wurde 1933 in Luzern geboren und absolvierte zuerst eine Ausbildung als Postbeamter, später dann noch als Grafiker. Seine Leidenschaft war jedoch schon ab dem zwanzigsten Lebensjahr das Kabarett. Allerdings wurde Emil erst 1970 so richtig bekannt, damals stand er mit seinen Soloprogrammen "E wie Emil" und "Geschichten, die das Leben schrieb" auf der Bühne. Aktiv auf der Bühne war er bis 1987 zu sehen. Doch dann wurde ihm der Rummel um seine Person zu viel und er wanderte 1993 nach Amerika aus und kam erst 1999 wieder zurück. Seit 1999 ist er wieder auf der Bühne zu sehen, allerdings nicht in einem Soloprogramm, sondern er liest aus seinem Buch "Wahre Lügengeschichten", also eine kabarettistische Lesung.



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Emil Steinberger wurde 1933 in Luzern geboren und absolvierte zuerst eine Ausbildung als Postbeamter, später dann noch als Grafiker. Seine Leidenschaft war jedoch schon ab dem zwanzigsten Lebensjahr das Kabarett. Allerdings wurde Emil erst 1970 so richtig bekannt, damals stand er mit seinen Soloprogrammen "E wie Emil" und "Geschichten, die das Leben schrieb" auf der Bühne. Aktiv auf der Bühne war er bis 1987 zu sehen. Doch dann wurde ihm der Rummel um seine Person zu viel und er wanderte 1993 nach Amerika aus und kam erst 1999 wieder zurück. Seit 1999 ist er wieder auf der Bühne zu sehen, allerdings nicht in einem Soloprogramm, sondern er liest aus seinem Buch "Wahre Lügengeschichten", also eine kabarettistische Lesung.